Die PRP Therapie (platelet rich plasma) bei Haarausfall von Mann und Frau ist ein sehr wichtiges Anwendungsgebiet in der modernen medizinischen Ästhetik. Ähnlich wie bei der Behandlung von Haarverlust mit Mesotherapie, führt die vier bis sechsmal zu wiederholende Eigenbluttherapie in den meisten Fällen zu neuem und kräftigerem Haarwuchs, aber nur solange noch lebende Haarwurzeln in der Kopfhaut vorhanden sind. Deshalb sollte man schon in einem frühen Stadium des Haarausfalls mit einer PRP Therapie mit Eigenblutplasma beginnen. Besonders etabliert hat sich die PRP Therapie auch vor und nach durchgeführten Haartransplantationen.  Da dient das Blutplasma als Medium, um die der Kopfhaut entnommenen Grafts (Haarfolikel) kurzfristig vor der Implantation zu konservieren. Nach der Haartransplantation ist sehr wichtig mit einer mehrmonatigen PRP Therapie die Anwachsrate der Grafts (Folikeleinheit) in der Kopfhaut zu unterstützen. Alternativ kann auch eine Behandlung mit Mesohair in Betracht gezogen werden.

Der Hauptunterschied zwischen einer PRP-Therapie mit platelet rich plasma und der klassischen Mesotherapie mit Wirkstoffgemischen liegt in den größeren Zeitabständen der notwendigen Behandlungen, da eine PRP Therapie eine längere Wirkdauer hat.

Anwendungsgebiete PRP Behandlung bei Haarausfall von Frau und Mann

  • androgener Haarausfall bei Mann und Frau, Alopezie
  • diffuser Haarausfall
  • kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  • Geheimratsecken, dünner werdendes Haar
  • Vor- und Nachbehandlung bei Haartransplantationen

Wie wird PRP platelet rich plasma hergestellt?

Das Eigenblutplasma ist in der Sitzung mit dem Patienten in wenigen Minuten aufbereitet und steht dann zur Injektion bereit. Dazu werden dem Patienten 10 ml venöses Vollblut entnommen. Das Vollblut wird zentrifugiert und das thrombozytenreiche Blutplasma mit Wachstumsfaktoren und Signalmolekülen isoliert und konzentriert.  Die aktivierten Zellen werden dann mit Mikroinjektionen sanft eingespritzt oder einmassiert und sorgen an Haut, Kopfhaut und Haarwurzeln für eine Neubelebung durch eine autologe Zellregeneration.

Wichtiges auf einen Blick zur Eigenbluttherapie

  • Präparat: Plasma, gewonnen und ambulant hergestellt aus dem Vollblut des Patienten
  • Injektionsmethode: Mikrobolus oder Nappage Technik
  • Dauer: ca. 45 Minuten
  • Einschränkungen: sofort wieder gesellschaftsfähig, 24 Stunden keine Haare waschen, Sonne meiden
  • Empfohlener Behandlungszyklus: 3-6 Sitzungen im Abstand von einem Monat, nach einem Jahr eine auffrischende Behandlung
  • Kosten: 290,00 Euro pro Behandlung