Was ist PRP?

Die PRP Therapie mit Eigenblutplasma (platelet-rich-plasma) ist eine sehr wirksame Behandlung von Haarausfall. Wie bei einer Mesotherapie führt die vier- bis sechsmal zu wiederholende Behandlung in den meisten Fällen zu neuem und kräftigerem Haarwuchs. Allerdings ist das nur möglich, solange noch lebende Haarwurzeln in der Kopfhaut vorhanden sind. Deshalb muß schon im Frühstadium des Haarausfalls mit der PRP Therapie begonnen werden. Bei Haarausfall kann ebenso eine Behandlung mit Mesohair und spezifischen Wirkstoffgemischen angezeigt sein. Der Vorteil einer PRP Therapie liegt aber in den größeren Zeitabständen der notwendigen Behandlungen, da die PRP Therapie eine längere Wirkdauer hat.

Wie wird PRP (platelet-rich-plasma) hergestellt?

Das Eigenblutplasma wird während der Behandlung in wenigen Minuten aufbereitet und steht dann zur Injektion bereit. Dazu werden dem Patienten 11 ml venöses Vollblut entnommen. Das Vollblut wird zentrifugiert und das thrombozytenreiche Blutplasma mit Wachstumsfaktoren und Signalmolekülen isoliert und konzentriert. Die aktivierten Zellen werden dann mit Mikroinjektionen sanft eingespritzt und sorgen in der Kopfhaut und den Haarwurzeln für eine Neubelebung durch die autologe Zellregeneration.

Welche Arten von Haarausfall sind behandelbar?

  • androgenetischer Haarausfall bei Mann und Frau
  • Spannungshaarausfall (Alopecia contentionalis)
  • diffuser Haarausfall
  • kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  • Geheimratsecken, dünner werdendes Haar
  • Vor- und Nachbehandlung bei Haartransplantationen

Haartransplantation und PRP

Eine PRP Therapie ist besonders wichtig zur Sicherung der Anwachsraten der implantierten Haarfolikel. Zum einen dient das Eigenblutplasma als Medium, um die der Kopfhaut entnommenen Grafts kurzfristig vor der Implantation zu konservieren. Zum anderen unterstützt die PRP Therapie nach der Haartransplantation die Anwachsrate der transplantierten Grafts in der Kopfhaut.

Ist eine Plasmatherapie schmerzhaft?

Nein, eine Eigenblutbehandlung ist nicht schmerzhaft. Bei der Blutentnahme benötigt es nur einen kurzen Picks. Danach wird mit sehr dünnen Mikronadeln das PRP intradermal in die Kopfhaut gespritzt. Bei besonders schmerzempfindlichen und sensiblen Patienten empfiehlt sich das Aufbringen einer Salbe als Lokalanästhetikum.

Was ist bei einer PRP Therapie zu beachten?

Bei Frauen in der Schwangerschaft oder noch stillenden Frauen darf keine PRP Therapie durchgeführt werden. Bei einer geplanten Eigenblutbehandlung sollte mindestens 7 Tage vorher kein Ibuprofen, ASS, hochdosiertes Vitamin C und E oder sonstige Schmerz- und Rheumamittel eingenommen werden. Einen Tag vor und nach der Behandlung darf kein Alkohol getrunken werden. Die Kopfhaut und Haare müssen gewaschen sein und es sollten auch keine Stylingprodukte benutzt werden. Nach der Behandlung sind Sie sofort wieder gesellschaftsfähig. Danach sollten Sie aber 24 Stunden Haare nicht waschen, direkte Sonneneinwirkung meiden, 3 Tage auf Sport und 14 Tage auf Saunabesuche verzichten.

Wichtiges zur PRP Therapie auf einen Blick

  • Präparat: konzentriertes Eigenblutplasma, gewonnen aus dem Vollblut des Patienten und ambulant in meiner Praxis hergestellt
  • Injektionsmethode: Mikrobolus oder Nappage Technik
  • Behandlungsdauer ca. 45 Minuten
  • 7 Tage vor der Behandlung: kein Ibuprofen, ASS, hochdosiertes Vitamin C und E oder Schmerz- und Rheumamittel einnehmen
  • nach der Behandlung: sofort wieder gesellschaftsfähig, 24 Std. keine Haare waschen, Sonne meiden, 3 Tage kein Sport und 14 Tage keine Sauna
  • Empfohlener Behandlungszyklus: 3-6 Sitzungen im Abstand von 4-6 Wochen, nach einem Jahr empfiehlt sich eine auffrischende Behandlung
  • Kosten: 320,00 Euro pro Behandlung, nicht gebunden an eine geplante Haartransplantation